Atemschutz

Atemschutz

Atemschutzbeauftragter
LM Mario MELLAUNER

Jeder interessierte Feuerwehrmann der Atemschutzgeräteträger werden will, muss sich einer speziellen Untersuchung unterziehen. Dabei wird besonders das Herzkreislaufsystem unter die Lupe genommen, da bei Übungen und vor allem bei Einsätzen bis zur Leistungsgrenze gegangen wird.
Diese Untersuchung muss alle 3 Jahre und ab dem 50 Lebensjahr jährlich wiederholt werden.
Erst wenn die körperliche Eignung getestet wurde, kann man den Atemschutzlehrgang an der Landesfeuerwehrschule besuchen. Dort lernt man nicht nur die Atemschutzgeräte kennen, sondern auch verschiedene Löschtaktiken sowie Gefahren, die bei einem ATS-Einsatz auftreten können.
Erst wenn dieser Lehrgang positiv abgeschlossen wurde, ist man ein Atemschutzgeräteträger.

Ausgerüsteter Atemschutzgeräteträger:

Danach ist man verpflichtet jedes Jahr mindestens 2x bei einer Übung das Gerät zu benützen. Wenn diese Übungen nicht absolviert werden, gilt man nicht mehr als ATS-Geräteträger! Es werden auch zweimal im Jahr theoretische Schulungen in der eigenen Feuerwehr abgehalten und spezifisch werden Heißübungen an der Landesfeuerwehrschule besucht.

Nebenbei kann man auch bei ATS-Leistungsbewerben in 3 Leistungsstufen – Bronze, Silber und Gold – im Abstand von jeweils 2 Jahren teilnehmen und dabei seinen Wissensstand auffrischen und vertiefen.

Die psychische Belastbarkeit darf man auch nicht vergessen und ist auch nicht zu unterschätzen.
Wenn Sie Ihre Augen schließen, wissen Sie, was ein ATS-Geräteträger bei einem Einsatz sieht. Meist nützt auch die Taschenlampe nichts, eher im Gegenteil: bei dichter Verrauchung blendet diese.

Damit diese schweren Bedingungen erleichtert werden, besitzt die FF Steinach eine Wärmebildkamera. Diese Kamera macht die Wärmestrahlung von allen Gegenständen, besonders aber von Personen und vom Brandherd sichtbar. Diese Bilder können auch auf den Bildschirm im GGF übertragen werden.

Damit diese schweren Bedingungen erleichtert werden, besitzt die FF Steinach eine Wärmebildkamera. Diese Kamera macht die Wärmestrahlung von allen Gegenständen, besonders aber von Personen und vom Brandherd sichtbar. Diese Bilder können auch auf den Bildschirm im GGF übertragen werden.

Damit die Atemschutzträger bei einem Gebäudebrand nicht auf sich alleine gestellt sind, werden diese mehrfach überwacht.

  • Totmannwarner: Der ATS-Träger hat auf seinem ATS-Gerät den Totmannwarner fix montiert. Sollte der Mann sich in Schwierigkeiten befinden, kann er diesen händisch auslösen und es ertönt ein lautes Signal (>98dBA). Dieses Signal wird ebenso nach wenigen Sekunden ausgelöst, wenn der Geräteträger das Bewusstsein verliert und sich nicht mehr bewegt oder sich zu lange in einer zu heißen Umgebung aufhält (6 Minuten bei 195°C)
  • Atemschutzfunk: Zur Überwachung gehört auch der Atemschutzfunk. Damit kann man die aktuelle Situation bekanntgeben: Luftverbrauch, ob man Hilfe benötigt oder den Brandherd gefunden hat usw.
  • Atemschutzüberwachungstafel: Mit der Atemschutzüberwachungstafel können bis zu 3 Trupps zu je 3 ATS-Träger zeitlich überwacht werden. Nach Ablauf einer eingestellten Zeit ertönt ein Warnsignal. Spätestens jetzt muss über den Atemschutzfunk nachgefragt werden, wieviel der eingesetzte ATS-Trupp noch Luftreserven in den Pressluftflaschen besitzt. Es werden auch die Abläufe zeitlich protokolliert, wie das Betreten des Gebäudes oder das Finden von Personen.

All diese Punkte müssen der Beauftragte beachten und kontrollieren – damit jedoch nicht genug. Nach jeder Übung und nach jedem Einsatz müssen sie kontrollieren, dass die Einsatzbereitschaft der Geräte wiederhergestellt wird. Sie müssen auch die Maske nach jeder Benützung überprüfen.
Ebenso müssen die Beauftragten periodisch die Geräte und Reserveflaschen überprüfen und dafür sorgen, dass diese ihre Hauptprüfung (Bezirksfeuerwehrverband, TÜV…) erhalten.